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Jede Schule hat ihr ganz eigenes Profil. Hier ein Auszug aus dem Schulprogramm zum Förderkonzept zur Neugestaltung der Schuleingangsphase:

Überlegungen/Zielsetzung

 „Selbst gesteuertes Lernen, nicht nur in den Klassen 1./2.“ 

an der

Erich Kästner – Schule,

Städt. Grundschule, Ratingen West

 

 

„Schon am ersten Schultag haben die Kinder recht unterschiedliche Lern- und Leistungsvoraussetzungen, die das bekannte heterogene Bild einer Klasse oder Jahrgangsstufe prägen. Aufgabe der schulischen Lernprozesse kann es keinesfalls sein, diese Unterschiede zu beseitigen. Es muss vielmehr darum gehen, die weitere individuelle Entwicklung durch Förderung der Lernkompetenz so zu unterstützen, dass die Kinder ihr eigenes Lernen zunehmend effektiver und selbstständig planen, gestalten und reflektieren. Lernkompetenz wird somit letztlich zum Ziel jeglicher schulischer Förderung, das mit allein defizitorientierten Förderungen nur schwerlich oder gar nicht erreicht werden kann.“ (nach W. Vollstädt, Lernkompetenz)

 

Bei unserer Zielsetzung Optimierung der Förderung des Individuums sollen mit Blick auf die jeweiligen Lernanforderungen und differenten Leistungsvoraussetzungen nicht die diagnostizierten Lerndefizite der Schüler/innen alleiniger Ausgangspunkt sein.

n.W.Vollstädt: - In der Regel werden auf der Grundlage der Defizitdiagnose Differenzierungs-maßnahmen vorgegeben, in denen nur die jeweilige Lehrkraft über das Maß an Differenzierung entscheidet.  In Anbetracht von möglichen großen Leistungsunterschieden zwischen Schüler/innen ist es oft nicht vermeidbar, dass eine fremdgesteuerte Förderung zu Problemen führt. Oftmals führen manche  nicht beobachtbaren, individuell geprägten Lernprozesse zu nicht immer sicheren Entscheidungen. So können  sich Lehrkräfte besonderes bei großen Klassenstärken überfordert fühlen, die Hetegeronität aller ihrer Schüler/innen genau zu erfassen und in entsprechenden Förderkonzepten angemessen zu berücksichtigen. -

Welcher Ausweg führt aus diesen Schwierigkeiten hinaus?

n.W.Vollstädt: - Lehrer/innen sollten, statt ausschließlich auf den Ausgleich von Lerndefiziten bedacht zu sein, selbst gesteuertes, eigenverantwortliches Lernen ihrer Schüler/innen fördern. Das schließt auch die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstförderung der Schüler/innen  ein, das heißt, die Lernenden sind zunehmend in der Lage, ihren individuellen Fortschritt selbstbestimmt in die eigenen Hände zu nehmen. Die dafür erforderlichen Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten werden mit dem Begriff Lernkompetenz zusammengefasst.-    

 

 

Lernkompetenz

 

Lernkompetenz umfasst die Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Gewohnheiten und Einstellungen, die für individuelle und kooperative Lernprozesse benötigt und zugleich beim Lernen entwickelt und optimiert werden. Lernkompetenz umfasst die miteinander verbundenen Dimensionen Sach – und Methodenkompetenz, soziale Kompetenz und Selbstkompetenz.

Wenn in unserer Schule die Entwicklung von Lernkompetenz systematisch und zielstrebig gefördert werden soll, muss genauer darüber nachgedacht werden, welche Teilkompetenzen zu den drei Kompetenzbereichen Sach – und Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz gehören, um ein erfolgreiches Weiter/Lernen zu ermöglichen. Die Suche nach deutlich voneinander unterscheidbaren Teilkompetenzen wird allerdings dadurch erschwert, dass diese Persönlichkeitseigenschaften komplexer Natur und miteinander verknüpft sind. Jede Aufzählung von Kenntnissen, Fähigkeiten Fertigkeiten und Einstellungen, die besonders zum effektiven selbstständigen Lernen befähigen, kann deshalb nur unvollständig und mehrdeutig belegt sein.

Wir fanden in der folgenden Aufstellung Kernziele aufgeführt, deren Umsetzung zum selbstgesteuerten, selbstständigen Lernen im Sinne von Lernkompetenz befähigen sollte. In den beiden ersten Bereichen werden die zu erzielenden Handlungsfertigkeiten genannt, im dritten Bereich Persönlichkeitseigenschaften.

Die hier entfaltete Begriffsbestimmung der Lernkompetenz geht insgesamt davon aus, dass Lernkompetenz nur an konkreten Inhalten erworben werden kann, nur durch Chancen zur bewussten Reflexion und Bewertung des eigenen Lernens und durch Methodenvielfalt.

 

Sach- und Methoden Kompetenz

 

-         Informationen beschaffen, erfassen, bearbeiten, beurteilen: vorhandene Info-Quellen wie Nachschlagewerke, PC, Interview nutzen, das Wesentliche eines Sachtextes erfassen, Sachtext unter einer bestimmten Fragestellung bearbeiten (Markierungen vornehmen, Randbemerkungen, Notizzettel)

-         Arbeits- und Sachstrukturen erkennen und selbst schaffen, sie vergleichen, ordnen, gliedern, beschreiben, erläutern, begründen. Karteien anlegen, Mappen führen, Anlagen aussagekräftiger Quellenverzeichnisse und Übersichten, Text –Gliederungen, Ober- und Unterbegriffe finden und einordnen

-         Wissen sich effektiv einprägen, vernetzten, behalten, anwenden und in Handlungen umsetzen, Lerntechniken anwenden, Wissen wiedergeben und anwenden, auch fächerübergreifend

-         Lernergebnisse präsentieren: angemessen visualisieren, vortragen, Zuhörer einbeziehen, Unterlagen für die Hand der Zuhörer anfertigen

-         Eigenverantwortlich lernen und entsprechende Lernverfahren und –Strategien anwenden: sich Arbeitsziele setzen, die eigene Arbeit planen, Planungsübersicht erstellen, Zeit einteilen

-         Problemlösestrategien kennen und anwenden: Fragestellung eingrenzen, Lösungsmöglichkeiten aufwerfen

 

Soziale Kompetenz

 

-    Teamfähigkeit: Regeln der Zusammenarbeit einhalten, eigene Ideen in eine Gruppe      

      einbringen, anderen Hilfe anbieten, selbst Hilfe annehmen, Funktionen innerhalb deiner 

      Lerngruppe übernehmen

-         Kommunikationsfähigkeit: aktiv zuhören, andere ausreden lassen, eigene Meinung mit 

      Argumenten begründen, Gesprächsregeln kennen und anwenden, wie z. B. Gespräche    

      eröffnen, höflich unterbrechen

-     Konfliktfähigkeit: sachliche Kritik üben, Kritik annehmen, niemanden ausgrenzen, nicht

       abblocken

 

 

 

 

 

 

Selbstkompetenz

 

Lernmotivation und Lernwille: Neugierde/Forscherdrang entfalten, den inneren Widerstand überwinden, aus eigenem Antrieb eine Aufgabe übernehmen, sich aktiv einbringen

Selbsteinschätzungsfähigkeit: eigene Stärken und Schwächen erkennen, eigene Fortschritte erkennen und Wert schätzen, sich an Reflexionen beteiligen, über Erfolge und Schwierigkeiten/Fehler sprechen, selbstkritisch sein

Frustrationstoleranz: Kritik annehmen können, für Ratschläge offen sein, mit Misserfolgen umgehen können

Eigene Lern- und Verhaltensziele setzen und Verantwortung für das eigenen Lernen übernehmen: persönliche Zielvereinbarungen formulieren

 

 

Schulinterne Festlegung zur Förderung der Lernkompetenz,

basierend auf den oben angeführten Kernzielen, deren Umsetzung zum selbstgesteuerten, selbstständigen Lernen im Sinne von Lernkompetenz befähigen sollte:

 

Zu „Soziales Lernen und Methodenlernen“ im ersten und zweiten Schuljahr der Erich Kästner – Schule folgender Kompetenzkatalog:

 

1.Kommunikative Kompetenz

-         Vermutungen äußern

-         Zuhören können

-         Begründungen geben

-         Gesprächsrituale kennen lernen

-         sprachlich assoziieren können

-         zuhören, begründen und sich konzentrieren können

-         eine Meinung äußern

-         der Meinung eines Anderen zustimmen, eine andere Meinung vertreten können

-         Inhalte richtig darstellen

-         lernen, Fragen zu stellen

 

2.Soziale Kompetenz

-         Ich-Stärkung, wer bin ich?

-         Wer sind wir? Stärkung des Wir-Gefühls in Klasse und Schulgemeinschaft

-         Anerkennung von Regeln, auch Entwicklung von Regeln (Klassenregeln/Schulregeln)

-         Freude und Lob, Ärger und Kritik äußern und annehmen

-         Partnerarbeit trainieren und anwenden

-         höflich und rücksichtsvoll miteinander umgehen. , auch als Grundlage zur

-         Fähigkeit zur Gruppenarbeit

 

3. Arbeitstechniken

-         Heftführung: Datum, Überschriften, übersichtliche Ordnung

-         korrekte Führung von übersichtlich gehaltenen Mappen zu den einzelnen Fächern

-         Gemeinsame Gestaltung von Lernplakaten

-         Beschaffung von Informationen aus vielfältigen Quellen, auch durch

-         Nachschlagetechniken (Wörterbuch)

 

4.Lerntechniken

-         Auswendiglernen

-         Mit Karteikarten, Lernkarteien lernen

-         Mit Zeit umgehen

-         Sich eigenständig vorbereiten auf einen Test

-         Texte nach Fragen auswerten

-         Fragen formulieren

-         Konzentrationsfähigkeit trainieren

-         Zur Ruhe finden (Stilleübungen, Mandalas z.B.)

 

5. Medienkompetenz

-         grundlegendes PC-Training als Angebot oder vielleicht sogar Pflichtprogramm in  Zusammenarbeit mit der Käthe-Kollwitz-Realschule; eine Idee nach guten Erfahrungen   

      mit Kindern dritter/vierter Klassen

 

 

Erich Kästner – Schule und Umsetzung der Gedanken zum selbstgesteuerten Lernen bei Beibehaltung von Jahrgangsklassen

 

Die doch sehr veränderten, ungünstigen Entwicklungsbedingungen und sozialen Ausgangslagen sehen wir als Ausgangspunkt der Entwicklung zur intensivierten Lernkompetenzförderung an der Erich Kästner – Schule.

In vermehrtem Maße ist an unserer Schule die Kollegin/der Kollege für Schüler/innen eine Person, die einzig eine verlässliche Größe im Leben des Kindes darstellt, der es seine Sorgen mitteilen und auf deren Rat und Hilfe es allein vertrauen kann.

Dabei kann das Kind sich sicher sein, dass seine Probleme nicht nur die Klassenleitung berühren, auch der Hilfe anderer  Lehrkräfte in selbstverständlicher Zusammenarbeit mit der Klassenleitung kann es sich sicher sein, ebenso allseitiger Diskretion.

Auch bei einfühlsamstem  Umgang, so stellten wir fest, braucht man bei einer zunehmenden Zahl von Eltern in unserem Stadtteil lange Zeit, bis diese sich in der Lage sehen, z.B. häusliche Probleme, die sich auf die schulischen Leistungen ihres Kindes auswirken, zumindest der Klassenleitung anzuvertrauen. Der Versuch, zunächst nicht gemeinschaftsfähige Schüler/innen, und davon gibt es in der Erich Kästner – Schule als Schulanfänger/innen nicht wenige,  dauerhaft als verantwortungsbewusstes Mitglied in einem Sozialgefüge in eine Klasse zu integrieren, braucht als eine der Voraussetzungen zum Gelingen eine Gemeinschaft, die mehrere Jahre Bestand hat. Gleiches gilt für das konzentrationsgestörte Kind.

 

Wir sehen  nach den Erfahrungen die Konstante eines ungestörten Umfeldes in Form von Jahrgangsklassen, die von einer Lehrkraft als Klassenleitung durch alle vier Jahren geführt wird, als unabdingbare Grundlage einer guten schulischen Entwicklung unserer Kinder an.

Wir sehen gleichzeitig die Notwendigkeit, ein System hinsichtlich ausreichender Möglichkeiten individueller Entwicklung zu gestalten und im Interesse von leistungsstarken und leistungsschwächeren Kindern dieses System bei Beibehaltung von Jahrgangsklassen nach Bedarf  durchlässig zu  erhalten.

 

Organisatorisch  bedeutet dieses für uns Sicherstellung der Flexibilität innerhalb der Stufe durch z. B. Bildung von Leistungsgruppen und klassenübergreifenden Stunden und auch Angebote für leistungsstarke Schüler/innen in höheren Klassen. Im Stundenplan ist schon im Schj. 04/05 eine Parallelität der Mathematik- und Deutschstunden der ersten und zweiten Klassen verwirklicht.

 

 

Bezüglich räumlicher Bedingungen sollte ein Klassenraum groß genug sein, um individuelle Arbeitszonen einrichten zu können: Leseecke, Ecken für Experiment und Forschung, Computertisch. Mobile Stellwände können beim Abtrennen solcher Arbeitszonen helfen. Sie sind dann gleichzeitig Ausstellungsfläche für Bilder oder Flächen für Anleitung und Information. Außerdem sollten genügend Regale und offene Wandschränke vorhanden sein, um die verschiedenen Arbeitsmaterialien übersichtlich aufbewahren und den Schülerinnen/Schülern zugänglich  machen zu können. Flure, Treppenhäuser und freie Klassenräume könnten ebenfalls als Arbeitszonen hergerichtet werden, soweit sich eine positive Überprüfung bzgl. feuerpolizeilicher Vorschriften ergibt.

 

 

Das Fundament für  die Verbesserung der Lernsituation jedes einzelnen Kindes an der Erich Kästner - Schule :

Stetige Bemühungen, den einzelnen Kindern, von denen ein hoher Prozentanteil (85%) aus Migrantenfamilien stammt, besser gerecht zu werden, auch den sicherlich vorhandenen, besonders begabten Schülerinnen/Schülern alle Möglichkeiten zum Lernfortschritt bieten zu können.

Schwerpunkt der schulischen Arbeit liegt im Schriftspracherwerb. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist Schlüsselqualifikation als verbindende Sprache für die Kommunikation im vielsprachigen Stadtteil und für die erfolgreiche Mitarbeit in allen Bereichen der Schule.

Die Erprobung neuer didaktischer Materialien und Modelle zum Schriftspracherwerb ist selbstverständlicher Teil der Jahresplanung. Die Prinzipien des entdeckenden Lernens, die Förderung des „freien Schreibens“, das selbstbestimmte Schreiben am Computer sowie die Arbeit mit Lernprogrammen und im Internet müssen zum alltäglichen Unterricht gehören.

 

Bzgl. Kooperation/pers. Ressourcen sind Ziele und Ansprüche an das Kollegium, d. h. Lehrkräfte und Sozialpädagogin, verschiedentlich genannt; die erfolgreiche Kooperation mit außerschulischen Partnerinnen/Partnern  sei  hier ebenfalls aufgeführt: 

Die interkulturelle Arbeit in der Schule wird durch Angebote des herkunftssprachlichen Unterrichts für türkisch sprechende Schüler/innen in der Schule selbst und Angebote für Angehörige anderer Sprachgruppen im Stadtteil unterstützt.

Als Teilschule des Netzwerkes INFRA WEST öffnet sich die Erich Kästner – Schule in den Stadtteil hinein. Mitbürgerinnen (ehrenamtlich) und Klasseneltern arbeiten in der Hausaufgabenbetreuung und bieten zusätzliche Betreuungsstunden z.B. in Form von Lesemütter-Angeboten in den Klassen und dem „Lese-Mentoring“ für Kinder aus Elternhäusern, die ihren Kindern wenig Unterstützung bieten können. Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes leisten wertvolle Hilfe nicht nur durch kompetente Hausaufgabenbetreuung, auch seelische oder erzieherische Hilfe; desgleichen die Mitarbeiterinnen der Über-Mittag-Betreuung und die Damen und Herren aus dem Bereich des Offenen Ganztags mit ihrem Ziel der Erziehung zu verantwortungsbewusstem Handeln in  der Gemeinschaft und auch sich selbst gegenüber. Die Damen und Herren vom Schulpsychologischen Dienst bleiben selbstverständlich Ansprechpartner. 

Für die wachsende Zahl der Kinder aus russischem Sprachraum gibt es zusätzlich neben den schulischen Angeboten einmal eine Förderung durch ein zweisprachiges Lehrer/innen-Team in einer Schüler/innen – Gruppe und einer Gruppe aus zweisprachigem Lehrer/innen-Team und Kindern/Eltern.

Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit in der deutschen Sprache im Kindergarten und in den Kindertagesstätten ist koordiniert mit der Erich Kästner-Schule in einem Arbeitskreis Sprachförderung und z.B. durch die gemeinsame Ausbildung von Erzieherinnen und Lehrkräften für ein Teaching-Programm Sprachförderung im Vorschulalter und zur Eingliederung von sogenannten „Nullsprachlern“.

 

Sprach- und Lernkompetenz gehören in der Erich Kästner –Schule durch die Herkunft ihrer Schüler/innen zwangsläufig zusammen. Die Förderung dieser beiden Basiskompetenzen erfolgt an der Erich Kästner –Schule durch individualisierte offene Unterrichtsformen und den Einsatz hierfür geeigneter Unterrichtsmaterialien. In den  Eingangsklassen (nicht nur) müssen die  Kinder die Möglichkeit haben , eine Kompetenz (nicht nur) im Umgang mit der Sprache, ihre Lernstrategien und Arbeitstechniken selbständig mit beratender Begleitung der Sozialpädagogin und der Lehrkräfte zu verbessern, ja oftmals minimale Kompetenz erst einmal zu finden. Beim entwicklungsorientierten Schriftsprachenerwerb werden alle Formen des selbstständigen Lernens im Unterricht genutzt. Verschiedenste Lernmaterialien und Medien als Fördermittel werden, s.o.,  nicht nur im Bereich Deutsch nach regelmäßiger Sichtung von Angeboten herangezogen, beurteilt und ggf. eingesetzt. Die Arbeit am Computer mit wohlüberlegt ausgewählten Lernprogrammen ist in allen Klassen möglich. Wichtig ist zu jeder Zeit die Möglichkeit zur Reflexion des Gelernten, sei es in Zusammenarbeit mit den Klassenkameraden oder durch Selbstkontrollmöglichkeiten.

So legen wir auch nicht erst jetzt Wert z.B. auf ein Erstlesewerk mit folgenden pädagogischen Grundsatzentscheidungen: Individuelles Lernen, Selbstständigkeit des Kindes durch sorgsam strukturierte Lernhilfen fördern, Integration von Lesen und Schreibenlernen von Anfang an, Ganzheitlicher und fächerübergreifender Ansatz, Flexibler Einsatz eines reichhaltigen Materials, Strukturierte Vielfalt und Offenheit in Bezug auf Interessen und Aktivitäten der Kinder, Ermöglichung der Arbeit auf drei Ebenen wie gemeinsames Fundament, Differenzierung und Freiarbeit und natürlich Selbstständiges Arbeiten mit Selbstkontrolle.

 

 

Bezogen auf eine Durchlässigkeit zwischen Jahrgängen und Flexibilität in den Stufen muss eine Abstimmung in der Wahl der Fördermittel in Bezug auf Kompatibilität gewährleistet sein. Diesbezüglich  werden wir die Zusammenarbeit in Fach-Teams intensivieren können und  regelmäßigen Besuch von Fachmessen durch festgelegte Teams aus den Reihen der Lehrkräfte institutionalisieren.

Aus dem Bereich der Kooperation ist hier die gute Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek West in Bezug auf Zugriff auf das Buch oder anderes Medium für das selbstständige Lernen oder den Unterricht einzufügen, eine Ressource, die uns in Form einer Schulbibliothek in dem umfangreichen und reichhaltigen Maße nicht zur Verfügung stehen kann.

 

Ein Ziel in der Lehrer/innen-Fortbildung an der Erich Kästner – Schule wird (Erhebungsmittel, Überprüfung der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen) sein, diagnostische Fähigkeiten weiter zu entwickeln - auch als Grundlage für Sichtung, Beurteilung und auch Entwicklung von neuen Lernangeboten.

Hauptziel muss es sein,  Arbeitsangebote zu wählen, die dem Kind die Möglichkeit geben, seine Leistung selbst zu kontrollieren und in den Ergebnisnachweisen gleichermaßen eine Diagnosemöglichkeit für die Lehrkräfte bieten können, wobei letztere gleichermaßen auch auf Erhebungsmittel wie z.B. schnell zu bearbeitende, übersichtliche Diagnosebögen zurückgreifen mögen. Auch die Lernstandserhebung in den höheren Klassen ist selbstverständlich sowohl ein Instrument zur Überprüfung der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen als auch die Ergebnisse der Erhebung Orientierungshilfe sind auf der Suche nach Entwicklungszielen , die sich an dem Vorhandensein von Fördernotwendigkeit entweder mit den gleichen oder anderen Problemen orientiert.

 

Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Lernkompetenzförderung in der Erich Kästner - Schule durch eine begleitende Reflexions-, Feedback – und Evaluationskultur ist Aufgabe aller Kolleginnen und Kollegen, in deren Kreis unabdingbar unsere Sozialpädagogin gehört bzgl. ihrer so notwendigen, kompetenten Arbeit mit den Kindern mit Förderbedarf auf vielen Ebenen. Nur gemeinsam können wir dafür Sorge tragen, dass jedem Kind Angebote zur Lernkompetenzförderung im Sinne einer angestrebten, größtmöglichen, individuellen Förderung zugesichert werden können:

 

 

Lao-Tse:

„Sage es mir -

ich werde es vielleicht vergessen.

Zeige es mir -

ich werde mich daran erinnern.

Beteilige mich -

und ich werde es verstehen.“

 

 

 

Erich Kästner-Schule