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Textfeld: GESCHICHTE DER SCHULE

 

Unsere Schule öffnete am 7. August 1972 als „Städtische Grundschule West“ zunächst an der Erfurter Straße ihre Türen. Nach dem Umzug zur Berliner Straße im Sommer 1974 erhielt sie den Namen „Erich Kästner-Schule“. Eines von Kästners bekanntesten Büchern, „Das doppelte Lottchen“, diente als Vorlage für das Logo unserer Schule.

Kein Freund von Bürokratismus, bestand Kästner darauf, dass der übliche Bindestrich bei Straßen, Platz – oder Gebäudebenennungen zwischen seinem Vor- und Nachnamen bei der Namensgebung unserer Erich Kästner-Schule entfiel.

Erich Kästner, geboren 1899 in Dresden, wäre am 23. Februar 1999 hundert Jahre alt geworden. Er studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie in Leipzig, Rostock und Berlin. 1925 promovierte er über die Literaturauffassung Friedrich des Großen. Bereits während der Studienjahre arbeitete er als Redakteur für Zeitungen und Zeitschriften. 1928 erschien das erste der beiden Bücher, die ihn auf einen Schlag weltberühmt gemacht haben: der Gedichtband „Herz auf Taille“. Ein Jahr später folgte das Kinderbuch „Emil und die Detektive“. Bis 1933 erschienen zahlreiche Bücher, die seinen Erfolg festigten. Jäh unterbrochen wurde seine literarische Tätigkeit nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, die seine Bücher verbrannten und Erich Kästner Publikationsverbot für Deutschland erteilten, das 1942 auf das gesamte Ausland ausgedehnt wurde. Zweimal wurde Erich Kästner von den neuen Machthabern inhaftiert. Nach Ende des Krieges leitete Kästner das Feuilleton einer Tageszeitung und eröffnete das Kabarett „Die Schaubude“. Allmählich begann er wieder Bücher zu schreiben und zwar zunehmend für Kinder. Mehrere literarische Auszeichnungen (u.a. der Georg-Büchner-Preis, 1957) unterstreichen seine literarische Bedeutung. Am 29. Juli 1974 starb Erich Kästner in München.

 

Erich Kästner-Schule